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Die Unruheprovinzen im Süden Thailands

&

Wat Preah Vihear

 

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Die muslimischen Südprovinzen Thailands

 

Seit vielen Jahrzehnten gibt es überwiegend in den moslemisch geprägten Südprovinzen von Thailand Unabhängigkeits-Bestrebungen. Einige Thais an der Grenze zu Malaysia sprechen die malaiische Sprache. Herrliche Sandstrände ziehen entland der Ostküste, zwischen den Städten Songhkla und Narathiwat. Eine Idylle, die eigentlich in jeden Prospekt eines Pauschalanbieter passt. Doch die mehrheitliche Bevölkerung ist nicht nach Massentourismus. Früher waren die Reisen in den tiefen Süden Thailands noch ein Empfehlung. Die bunten Fischerboote, die dunklere Hautfarbe, die vielen Moscheen. Viel erinnert einem da schon an Malaysia. 

Narathiwat, Pattani, Yala und Satun sind die Südprovinzen mit einem muslimischen Bevölkerungsanteil von  70 bis 95 Prozent. Die Provinzen haben zusammen ca. 1,75 Mio. Einwohner.  Gewalttätigkeiten zwischen der fernen Regierung in Bangkok und einigen sich unterdrückt fühlenden Bevölkerungsgruppen gibt es seit Jahrzehnten. Einige sind militant und wollen die Unabhängigkeit von Thailand, andere deutlich mehr Autonomie der Provinzen oder gar den Anschluss an Malaysia. Die Anschläge in den USA in 2001 brachten auch letztlich mehr Gewalt in den tiefen Süden. Im "Kampf gegen den internationalen Terrorismus" wurden auch muslimische Gruppen aufmüpfiger. Die Antwort aus Bangkok kam umgehend und hart.

Unter der Regierung Thaksin wurde die Militär- und Polizeipräsents verstärkt. Polizeiposten und Kontrollen waren der Zivilbevölkerung ein Graul. Mit ausufernder Gewalt haben bei Seiten eingegriffen. Anschläge auf Polizei und Militär waren vorübergehend an der Tagesordnung. Die Reaktionen des Staates waren auch nicht milde. Auch wenn es gelegentlich zu Ruhephasen militanter Auseinandersetzungen kommt, bleibt es in der Region bei einem Schwelbrand. Die Grenze zu Malaysia ist teilweise durch ein Mauer gesichert. Diese sollte den leichten Rückzug von militanten Gruppen verhindern. Auch das bilaterale Verhältnis zu Malaysia leidet unter den Konflikten. Bei den Zugfahrten (Orientexpress) und bei Fahrten mit den PKW über den Highway Nr. 4 zur Autobahn nach Malaysia gab es bislang keine erwähnenswerten Zwischenfälle.

 

Empfehlung für Touristen:

Für die Provinzen im tiefen Süden gibt es kaum Pauschalreiseangebote. Auch ansonsten gibt es dort kaum Urlaubsangebote. Die Provinz Satun ist bisher zur Anreise in den Tarutao-Nationalpark nicht als gefährlich Einzustufen. Auch Transferfahrten laufen in aller Regel unbedenklich.

 

 

Krieg ? Der Jahrzehntelange Konflikt zwischen Thailand & Kambodscha

u.m.  10/2008

Das Wat (Tempel) Preah Vihear, an der Grenze von Kambodscha und Thailand, liegt auf umstrittenen Territorium. Es ist ein alter Hindu-Ruinentempel (Bauzeiten 1002 bis 1150) mit geschichtlichen Verbindungen zum jüngeren kambodschanischen Touristenhighlight Ankor-Wat. Die damalige Grenzziehung zwischen Thailand und Kambodscha resultiert aus den Federstrichen der französischen Besatzer. 1962 wurde das Tempelareal vom Internationalen Gerichtshof in Den Haag zum Kambodschanischen Staatsgebiet erkannt.  Der Zugang zum Haupttor führt allerdings von Thailand her. 2008 wurde der Tempel in die UNESCO-Liste als Weltkulturerbe aufgenommen. 

Im Oktober 2008 gab es die ersten Scharmützel zwischen thailändischen- und kambodschanischen- Truppen. Viele Schwerverletzte und sogar 2 Todesopfer auf kambodschanischer Seite waren zu beklagen. Thailändische Soldaten waren auf das nur 4,5qm große neutrale Gebiet vorgedrungen, sodass kambodschanische Soldaten (Thai-Version) das Feuer eröffneten. Sogar Kriegsdrohungen wurden auf beiden Seiten geäußert. Der Territorialstreit um die Tempelanlage Preah Vihear wird noch lange schwelen. Die weltweite Finanzkrise und die politische Spaltung der thailändischen Bevölkerung aber auch die damaligen Wahlen in Thailand und  Kambodscha haben den Konflikt fast ausufern lassen. Die Politik zeigt hier wieder ein grausames Gesicht. Auch im April 2009 gab es wieder bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen den Staaten - mit Todesopfern.

Location: im Norden der kambodschanischen Region Kompong Thom und etwa 100km Luftlinie südlich von Udon Ratchathani. Unten: das Ruinengelände.

 

 

 

Bangkok Post  (engl.-sprachige TZ) Thailand Tip (deutschsprachige Zeitung)
 
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Quellen: Wikipedia, Fischer Weltalmanach, Duden & suedthailand.info

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